Felsentor, Partie von Felsbrocken, OT Christgarten ND-06569)

Am Steilhang über Christgarten das bizarres Felsentor, darunter an schwer zugänglicher Stelle eine kleine Höhle mit Benützungsspuren aus der Hallstatt- und Latènezeit. 

GPS-Ortung:       N: 48°46´52"; E: 10°27´27"; Höhe: 550 m ü. NN
Aufgenommen: April 2004
Eigentümer:       Fürst zu Oettingen-Wallerstein
Schutzstatus:      Naturdenkmal -Felsen (ND-06569); 
                              

Der „Zahn der Zeit“ schuf bizarre Gesteinsformationen, etwa ein Felsentor. 

An der steilen Abbruchkante des Mühlberges - heute kaum mehr bekannt - ist ein halbkreisförmiger Wall mit davor gelegenem Graben erkennbar, Innenraum: 60 m lang, 21 m breit, wegen schwach erhaltener Berme (= ein horizontales Stück oder ein Absatz in der Böschung eines Dammes, eines Walls) wohl Palisadengürtel im Steilhang, heute vier Durchbrüche erkennbar (Toröffnung war wohl mittlere oder östliche Lücke). Der größte Höhenunterschied zwischen Wall- und Grabenoberkante misst bis zu 2,2 m, zum Innenraum bis zu 1 m. Es war wohl die Fluchtburg eines frühen mittelalterlichen Vorgängerbaus der Hoppelmühle (fast kongruent zur Nordschanze vom Weiherberg, entspricht ihr wohl in Zeit und Funktion. 

Analyse: als Fluchtburg für Bewohner der Hoppelmühle angelegt.
Bedeutung: Zufluchtstätte im 30jährigen Krieg. Kulturlandschaftlicher
Wert: hoch.
Erhaltungszustand: Felsformation weithin sichtbar

Literaturhinweis:
Krahe (1989): 53
Schaul (1986): 186
Schneider (1979d): 242 f
Weidemann (1979e): 84 f
Wild (2005): 112 – 115
Schön, Kathrin:  Historische Kulturlandschaft im Nördlinger Ries - LfU-Bayern