2 Linden bei einem Keller (ND-06556)

Doppellinde von Auhausen
Die markante und weithin bekannt „Doppellinde“ auf dem Kellerberg von Auhausen steht, wie es der Standort-Name schon aussagt, auf einem ehemaligen Bierkeller. Dieses noch heute bestehende Bauwerk ist unbekannten Datums, wird aber schon dem ehemaligen Benediktinerkloster von Auhausen zugeschrieben. Nicht umsonst wird der „Zunft der Mönche" die Kunst des Bierbrauens zugeschrieben.
Auch ist in der nordrieser Gemeinde nach wie vor bekannt, daß auf diesem Bierkeller des Kellerbergs auch ein kleines Sommer-Gasthaus bestanden hat, welches aber schon vor langer Zeit abgebrochen worden ist.

GPS-Ortung: N: 49° 00´27"; E: 10° 37´47"; Höhe: 463 m ü. NN
Aufgenommen: März 2005
Eigentümer: Fritz Kollmar
Schutzstatus: Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06556)

Die beiden  Linden  (Tilia) , mit einem  Brusthöhenumfang (BHU-Wert) von 3,81m und ca. 262 Jahre alt (im Bild re.) bzw. 3,36m und ca. 231 Jahre alt (im Bild lks.), stehen  auf einem Bier- und Weinkeller eines ehemaligen Wirtshauses des Klosters, das bereits vor 1900 geschleift wurde. Die beiden Linden sind von ehemals 17 Linden übrig geblieben. 15 Linden sind etwa 1920 abgeholzt worden. Ein Schild in der Rinde weist auf den Schutz als Naturdenkmal hin. Der Keller war auch als Eiskeller zum Kühlen des Bieres genutzt worden, so lange das Gasthaus existierte. Später diente er bis zur Einrichtung einer Kühlanlage im Dorf, als Aufbewahrungsort für eingesalzenes Schlachtfleisch in Tonnen ("Fleischstippich"). Heute wird er, wegen Undichtigkeit an der Decke, vom Eigentümer nicht mehr genutzt. Der Bereich westlich der Linden diente der Dorfbevölkerung lange als Festplatz. 

Zustand der Linden: Eine frühere Aufschüttung im Stammbereich reicht bis zu den Seitenästen, die 10 bis 12 m weit nach Westen ausgreifen.

Die restlichen Linden (von ehem. 17 Bäumen)

Weinkeller eines ehemaligen Wirtshauses des Klosters Auhausen

Literaturhinweis:
Meyer Otto: Als das Dorf noch meine Welt war; Verlag Steinmeier, Nördlingen 1982 (Neuauflage)
Dettweiler (2003): 22
Schön, Kathrin:  Historische Kulturlandschaft im Nördlinger Ries - LfU-Bayern

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