Marktoffingen

Der Ort selbst wird bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als frühchristliche Siedlung erwähnt. Er war einst als Lehen des Augsburger Domkapitels im Besitz der Grafen von Oettingen, zuletzt der Linie Oettingen-Wallerstein. Seit 1500 Amt, später Oberamt mit eigener Hochgerichtsbarkeit des Fürstentums Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.

Die Ortsbezeichnung lässt ersehen, dass hier einst Markt gehalten wurde. Während des Mittelalters und noch später fand auch ein sogenanntes Marktrecht statt. Als besonderes Ereignis wird das Jahr 1829 hervorgehoben. Als König Ludwig I. von Bayern und seiner Gemahlin Königin Theresia auf der alten Handelsstraße von Rothenburg über Nördlingen auf der Anhöhe, nächst der Ulrichskapelle, ein ehrfurchtvoller Empfang bereitet wurde.

Minderoffingen

Minderoffingen ist mit Marktoffingen eine der ältesten Siedlungen des Rieses und dürfte nach verschiedenen Aufzeichnungen schon im 5. Jahrhundert von den Alemannen gegründet worden sein, was auch schon die "ingen"- Silbe beweist. Beide Orte Offingen schließen auf den Personennamen "Offo" oder "Uffo" - übersetzt den Riesen oder Übermächtigen.

Urkundlich ist Minderoffingen erstmals 1143 erwähnt. Im weiteren Verlauf der Geschichte ist Minderoffingen verschiedentlich benannt. Minor-Offingen, Minore-Offingen, Munr-Offingen, Münr-Offingen. Diese Vornamen bedeuten also das kleinere Offingen. Die beiden Offingen bildeten gemeinsam eine Einheit. Durch die Erhebung Bayerns zum Königreich anno 1806, wo auch die Gebiete der Reichsunmittelbaren Fürsten Oettingen und Wallerstein mit ihren Besitztümmern einverleibt wurden, kam auch Minderoffingen zu Bayern und wurde eine eigene Gemeinde. Die neue Gemeindereform von 1978 führte die beiden Offingen (Minderoffingen und Marktoffingen) wieder zusammen, wie es Jahrhundertelang der Fall war.