2 Pappeln, 2 Eschen, Großsorheim, ST Harburg (ND-07084)

Großsorheim: Im Südwestwinkel des eigentlichen Rieskessels liegt das mit Kleinsorheim verbundene protestantische Kirchdorf Großsorheim, in früheren Zeiten Größer- oder Osternheim, d.h. das östliche Sorheim, genannt. Zur Erklärung der Silbe "Sor-" gibt es nur unbefriedigende Vermutungen, so dass die Bedeutung des Namens wohl für immer im Dunkel bleiben wird.
Ebenso unklar ist es, ob die ältesten Erwähnungen von Sorheim, die des 12. Jahrhunderts, Groß- oder Kleinsorheim meinen; doch finden sich in der Mitte des 13. Jahrhunderts auch schon sichere Nachrichten über Großsorheim, wie z. B. eine Stelle im Heberegister des Donauwörhter Klosters Heilig Kreuz (1250), wo es heißt, dass das Kloster auch in Sorheim und in secundo Sorheim, also in Groß- und Kleinsorheim, Gefälle besitze. Unsicher ist die Lage der Sorheimer Güter, die Berchtold von Harburg um 1240 als Reichslehen innehatte, und die Lage der "Burg"Sorheim, die der hohenstaufische König Konrad IV. im Jahre 1251 nebst Harburg an die Grafen von Oettingen verpfändete. In der Folgezeit kamen die meisten Anwesen von Großsorheim an die Grafschaft, so dass diese (nach Moll) um 1760 dort 48 Untertanen besaß, während von den noch übrigen Gütern zwei Höfe und eine Sölde dem Nördlinger Hospital, eine Sölde der Nördlinger Karmelitenpflege, drei Sölden dem kloster Schönefeld und fünf Sölden dem Kloster Heilig Kreuz gehörten. 1363 gab Bischof Marquart von Augsburg an das Kloster Waldsassen mit der Kirche von Harburg auch die Rechte über Großsorheim zurück.

Lage: An der Straße von Harburg nach Heroldingen, entlang der Wörnitz liegt rechts unmittelbar vor den ersten Häusern der Ortschaft dieses ND.

GPS-Ortung:       N: 48°48´27"; E: 10°38´04"; Höhe: 409 m ü. NN
Aufgenommen:    Juli 2004 / Oktober 2019
Eigentümer:        Gmde. Großsorheim
Schutzstatus:      Naturdenkmal - Baumgruppe - Baum (ND-07084)

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox).                                                    Juli 2004 
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Von den vormals 4 Bäumen, 2 Eschen, 2 Pappeln, steht heute nur noch eine Pappel mit einem Stammumfang von 5,85 m. Nach Auskunft wurden die Bäume um das Jahr 1952(?) gepflanzt.


Der Baum ist ein wunderbares Wesen.... // Er spendet selbst jenen Schatten, die die Axt schwingen, um ihn zu fällen! 
Buddha
(Inschrift am Eingangstor des Waldreservats von Kandy, Sri Lanka