Hainsfarth

Vermutlich hat ein alemannischer Sippenältester namens “Heimuno” um das Jahr 600 herum sich in deser Gegend an der Wörnitz niedergelassen, eine “Furt” gebaut oder bewacht - und danach seine Siedlung “Heimunsvurt” benannt.

Hainsfarth wird in den Schenkungsverzeichnissen des Klosters Fulda genannt. In dieser Schenkungsurkunde aus dem Jahre 805 vermachte ein Priester Walto aus dem Fränkischen zwölf Güter mit samt den darin lebenden Menschen dem Kloster Fulda, dabei ist der Name “Heimunsvurt” erwähnt. Zur Zeit des Alten Reiches war das Dorf zwischen folgenden Landesherrschaften aufgeteilt: Domkapitel Eichstätt, Deutscher Orden, Markgrafschaft Brandenburg, Fürstentum Oettingen-Oettingen und Oettingen-Spielberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Hainsfarth lag im sogenannten Sicherungsdistrikt zwischen Oettingen und dem preußischen Fürstentum Ansbach. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Hainsfarth beherbergte im 19. Jahrhundert die größte jüdische Gemeinde in Schwaben. Noch heute sind die restaurierte Synagoge und der jüdische Friedhof erhalten.

Steinhart

Dem Ortsnamen nach handelt es sich bei Steinhart um einen relativ jungen Rodungsort, der in einem steinigen, lichten Waldstück (Hart = mit lichtem Wald bestandene Gegend) angelegt worden ist. Die Ortsentstehung dürfte unter Karl dem Großen geschehen sein. Zwischen 790 und 800 siedelte dieser in Süd- und Mitteldeutschland Familien aus dem besiegten, jedoch immer wieder aufständischen Stamm der Sachsen an. Dafür spricht der Name „Sachsenhart", der noch heute für das Waldstück bei Megesheim gebräuchlich ist.
Im 12. Jh. erbauten „die Spät(h)en" oder „Spet" von Steinhart eine Burg. Im 13. Jh. verlegten sie ihren Sitz nach Faimingen an der Donau. Die Erwerber der Burg, die Grafen von Oettingen, gaben sie als Lehen an verschiedene Ritterfamilien. Im 14. Jh. dürfte die Burg aufgegeben worden sein. Burghügel und Graben sind noch erkennbar. Eine neue Befestigung mit einem ausgedehnten Grabensystem entstand oberhalb der alten Anlage. 1634 wurden Dorf und Burg niedergebrannt. Steinhart besaß eine jüdische Gemeinde mit einer eigenen Synagoge. Der ehemalige Friedhof befindet sich auf dem einstigen Burghügel.

Naturdenkmale in Hainsfarth & OT

1 - Robinie, Pseudoakazie
2 - Linde am Friedhof