Linden und Kastanien mit Kreuz, OT Herblingen (06575)

Lage: Fährt man auf der DON 12 von Maihingen über Utzwingen nach Fremdingen, so findet man an der Abzweigung nach Herblingen diese Baumgruppe mit Linden- und Kastanienbäumen, mitten ein schönes Steinkreuz (Sühnekreuz).

GPS-Ortung:        N: 48°57´25"; E: 10°29´30"; Höhe: 482 m ü. NN
Aufgenommen:     September 2003 / Oktober 2019
Eigentümer:
Schutzstatus:        Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06575)

An dieser Stelle standen schon immer markante Bäume, vielleicht schon seit der Pestzeit im Mittelalter. Die Linde mit dem ND-Schild bringt es auf einen einen Brusthöhenumfang (BHU-Wert) von 4,77 m. Der Standort selbst ist optimal und großzügig bemessen. Im Schatten sommerbunter Kronen beten die "Drei Kreuz". Sie sind zu einem der Wahrzeichen Herblingens geworden. Die Vorfahren der Herblinger haben einst drei Holzkreuze dort am westlichen Eingang zum Dorf bei der "Heerstraße" errichtet. Wollten sie mit ihnen die tödliche Seuche der Pest abwehren, oder die Pestkranken davon abhalten, das Dorf zu betreten? Man weiß es nicht. Im Zuge der Flurbereinigung sind die Holzkreuze durch einen Gedenkstein aus Jura ersetzt worden, den der Bildhauer Gottfried Stampfer aus Berg bei Donauwörth gestaltete.

Kulturlandschaftlicher Wert: gering – mittel
Erhaltungszustand:                  gut 

 Literaturhinweis:
Schön, Kathrin:  Historische Kulturlandschaft im Nördlinger Ries - LfU-Bayern