Kastaniengruppe, bestehend aus 10 Bäumen (ND-06574)

​​​​Lage: Auf der B25 (Romantische Straße) von Fremdingen nach Dinkelsbühl, erreicht man die Abzweigung rechts nach Uttenstetten. Die unbefestigte Straße führt in eine Senke, die ein kleiner Bach durchfließt, bevor sie wieder emposteigt und zu einem unbeschrankten Bahnübergang führt. In der Senke beim Bach stehen die 10 Kastanienbäume des ND's.

Geschichtliches: "Durch die Säkularisation kam Uttenstetten in den Besitz des Fürstlich Oettingen-Wallersteinischen Hauses und später durch Verkauf an den "unternehmenden Weinhändler" Franz Joseph Abendanz aus Wallerstein. Viel Sinn und Vorliebe hatte er für die "Bau-und Gartenkunde" sowie "unermüdlichen Eifer für die Hebung der Landwirtschaft". Er legte die prächtigen Kastanienalleen in Richtung Wolfskorb und an der Bundesstraße an. Die vielseitigen Unternehmungen - ihm gehörte auch ein Gasthaus in Fremdingen - führten allerdings zu seinem wirtschaftlichen Ruin."

Textquelle:
www.fremdingen.de/

 

GPS-Ortung:            N: 48°59´06"; E: 10°26´14"; Höhe: 457 m ü. NN
Aufgenommen:        September 2003 / Oktober 2019
Eigentümer:            
Schutzstatus:            Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06574)

 

Die Kastaniengruppe, ursprünglich bestehend aus 10 Bäumen, bei Aufnahme im September 2003 waren nur noch 9 Bäume vorhanden, an einer unbefestigten Straße ist landschaftsbildprägend einzustufen da sie weithin sichtbar ist, obwohl in einer Senke stehend. Die Baumgruppe markiert heute die Stelle, an der der Bach Mauch die Straße unterquert. Eine Kastanienallee markierte dereinst höchsten herrschaftlichen Anspruch.
Die Kastanienbäume sind nach Schätzung des Stammumfangs (1 Stamm gemessen mit 3,20 m) wohl etwa gleich alt, d.h. sie sind ggf. im gleichen Zeitraum gepflanzt worden.

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Doppelschutz: Landschaftsschutzgebiet und Naturdenkmal. Die Frage wird sein: Nütz diese unter Schutzstellung wirklich? 

Bedeutung: Kastanienallee markiert höchsten herrschaftlichen Anspruch
 Kulturlandschaftlicher Wert: gering – mittel
 Erhaltungszustand:                  besteht z.Z. nur noch aus 9 Bäumen

Literaturhinweis:
Schön, Kathrin:  Historische Kulturlandschaft im Nördlinger Ries - LfU-Bayern