Harburg (Schwaben) ST Hoppingen

Hoppingen: Nach dem gegenwärtigen Stand der Namensforschung war der Gründer der Siedlung ein Alamanne namens Hoppo.

In Hoppingen hatte das Adelsgeschlecht der Ritter von Hoppingen ihren Sitz. Es waren Ministerialen der Grafen von Oettingen. Sie wurden 1240 erstmals erwähnt und erloschen 1497.
1396 werden sie als Herren des Burgstalls Thurneck bei Thurneck bei Mönchsdeggingen erwähnt. 1406 bis 1496 waren sie im Besitz der Burg Wellwart bei Brünsee.


Harburg (Schwaben) ST Heroldingen

Heroldingen: Nach der Vertreibung der Römer hatte vermutlich ein Alamanne Herigolt eine Niederlassung gegründet, die sich im Laufe der Zeit zu einem noch vor einigen Jahrhunderten stets Hergoldingen, jetzt Heroldingen genannten Dorf entwickelte. Die älteste Urkunde, in der dieses Dorf erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1193; sie nennt unter den Zeugen einer Verhandlung einen Rumholt und einen Otto de Hergoltingen. Als spätere Besitzer nennen die Quellen einen Otto von Wöllwart, der zwei Sölden und einige Äcker der Kirche von Schrattenhofen schenkte gegen die Verpflichtung, die Brücke in Stand zu halten (Weng und Guth: Das Ries), die Edlen von Lierheim, die viele Güter dieses Ortes besessen zu haben scheinen, den Nördlinger Patrizier Friedrich Töter, der 1350 dort von einer Agnes von Rechberg bedeutendes Besitztum erwarb, und seine Witwe Anna, die 1393 den ganzen Besitz an die Grafen von Oettingen weitergab als Tauschgabe gegen die Schwallmühle und einige Untertanen in Baldingen und Ehringen. Um das Jahr 1760 gab es in Heroldingen außer den 46 oettingischen Untertanen des Oberamts Alerheim nur mehr zwei Höfe des Klosters Kaisheim, drei des Klosters Heilig Kreuz und einen, die Mühle, der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach.

Harburg (Schwaben) ST Großsorheim

Großsorheim: Im Südwestwinkel des eigentlichen Rieskessels liegt das mit Kleinsorheim verbundene protestantische Kirchdorf Großsorheim, in früheren Zeiten Größer- oder Osternheim, d.h. das östliche Sorheim, genannt. Zur Erklärung der Silbe "Sor-" gibt es nur unbefriedigende Vermutungen, so dass die Bedeutung des Namens wohl für immer im Dunkel bleiben wird.
Ebenso unklar ist es, ob die ältesten Erwähnungen von Sorheim, die des 12. Jahrhunderts, Groß- oder Kleinsorheim meinen; doch finden sich in der Mitte des 13. Jahrhunderts auch schon sichere Nachrichten über Großsorheim, wie z. B. eine Stelle im Heberegister des Donauwörhter Klosters Heilig Kreuz (1250), wo es heißt, dass das Kloster auch in Sorheim und in secundo Sorheim, also in Groß- und Kleinsorheim, Gefälle besitze. Unsicher ist die Lage der Sorheimer Güter, die Berchtold von Harburg um 1240 als Reichslehen innehatte, und die Lage der "Burg"Sorheim, die der hohenstaufische König Konrad IV. im Jahre 1251 nebst Harburg an die Grafen von Oettingen verpfändete. In der Folgezeit kamen die meisten Anwesen von Großsorheim an die Grafschaft, so dass diese (nach Moll) um 1760 dort 48 Untertanen besaß, während von den noch übrigen Gütern zwei Höfe und eine Sölde dem Nördlinger Hospital, eine Sölde der Nördlinger Karmelitenpflege, drei Sölden dem kloster Schönefeld und fünf Sölden dem Kloster Heilig Kreuz gehörten. 1363 gab Bischof Marquart von Augsburg an das Kloster Waldsassen mit der Kirche von Harburg auch die Rechte über Großsorheim zurück.