Naturdenkmale Donau-Ries

 

Die Kiefer (Föhre)


 

    

            Waldkiefer (Pinus sylvestris)           Schwarzkiefer (Pinus nigra)                                    Bergkiefer (Latsche) (Pinus montana)

 

Namenserklärung:

"Kiefer" kommt von "Kien", d.h. harzreiches Holz.

"Föhre, Forche, Forle" stammen vom altdeutschen fohra ab.

 

Die Kiefer kann wie die Fichte zu den Bäumen gezählt werden, die in der Nacheiszeit vor etwa 10.000 Jahren in das Gebiet nördlich der Alpen zurückkehrte. Sie wächst auf sandigen, auch kalktrockenen Böden, wie sie im Bereich des Ostrieses oder auf den Trockenrasen der Wacholderheiden auf der Fränkischen und Schwäbischen Alb vorkommen. Sie reicht mit ihrer Pfahlwurzel in größere Tiefen, um an den Wasserhorizont zu kommen.

 

Besonderheiten:

Die Rinde der Waldkiefer kann sich feuerrot verfärben. Im Volksmund wurde sie deshalb auch Feuerbaum genannt. Auch der Name „Fackelbaum“ haben ihren Ursprung in einer Zeit, in der es noch kein elektrisches Licht gab. Die Räume von Bauern bis hin zum Rittersaal wurden mit Kienspänen vom „Kienbaum“beleuchtet. Das hängt mit dem für die Kiefer charakteristischem harzreichen Holz zusammen, das als fingerdicker Span angezündet wurde und als leuchtende, stark rußende Fackel diente. Das Harz enthält Terpentin, das sowohl als organisches Lösungsmittel wie auch als Naturheilmittel in vielfältiger Weise eingesetzt wird.