Naturdenkmale Donau-Ries

Kiefernwäldchen, OT Hagau (ND-06654)


 

Der Name "Hagaw" bezeichnet einen mit einer Hecke eingefriedeten Bereich. Das konnte ein einzelner Hof sein oder mehrere Anwesen. Die Anfänge des Ortes gehen auf die planmäßigen Rodungen des 11. und 12. Jahrhunderts zurück. Keimzelle dürfte der sogenannte "Rothof" ( = durch Rodung entstandener Hof gewesen sein, dessen Standort bei der heutigen St. Vituskirche zu suchen ist.

Im fränkischen Sualafeld gelegen waren im Ort zunächst die Grafen von Truhendingen ( Alten- bzw.Hohentrüdingen) mit wesentlichen Herrschaftsrechten vertreten. Nach deren wirtschaftlichem Niedergang zu Beginn des 13. Jahrhunderts erwarb das Domkapitel Eichstätt Güter und wesentliche Herrschaftsrechte. Verwaltungsmäßig unterstand Hagau dem domkapitelschen Kastner- und Richteramt Wolferstadt.

 

Lage: Von der Ortsmitte (Kirche) führt re. ein befestigter Flurweg nach wenigen Metern an den Rand des Ortes. Von hier geht es dann auf unbefestigtem Weg weiter, vorbei an einer Feldscheune, um nach ca. 300 m den Beginn des Wäldchen zu erreichen.

 

GPS-Ortung:

N: 48°.54.372´; E: 10°44.283; Höhe: 534m ü. NN

Aufgenommen:

Mai 2004

Eigentümer:

Gmde. Wolferstadt

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06654)

 

    

Bildansicht: Blick nach O

 

Das Kiefernwälchen mit einer besonders alten Kiefer (Umfang: 2,62 m) auf Flugsandboden. Dieses Areal war nach Auskunft des Bürgermeisters von Wolferstadt früher eine Wacholderheide, die beweidet wurde. Heute ist das gesamte Objekt stark verbuscht.