Naturdenkmale Donau-Ries

Wemding


 

Im Jahre 793 wurde Wemding zum ersten Mal als Uemodinga in einer Schenkungsurkunde des Grafen Helmoin aus Gosheim (bei Huisheim) (Kaozesheim) erwähnt. Dieser hatte von Karl dem Großen das Recht erhalten, das Land um Gosheim dem Bischof in Freising zu schenken. Zu dieser Zeit bestand Wemding aus vier Höfen:

(…) auch in jenem Walde, der zu Wemodinga gehört – eben dort sollen die Vorsteher dieser Kirche das Recht haben, Bauholz zu fällen, so viel nötig ist und Holz für Feuer (…)

798 schenkte König Karl Wemding dem Kloster Sankt Emmeram in Regensburg, in dessen Besitz die Stadt 500 Jahre lang blieb. Von 898 bis 935 bekam die Edelfrau Winpurc aus Nördlingen Wemding als Lehen. Im 11./12. Jahrhundert wurde Wemding als Lehen an die Edelfreien von Werd (Donauwörth) vergeben, später an die mächtigen Grafen von Grögling-Hirschberg und nach deren Aussterben fiel Wemding an die mit ihnen verschwägerten Grafen von Oettingen. 1343 erhoben die Grafen von Oettingen den Ort zur Stadt. 1467 ging die Stadt in den Besitz des Herzogs Ludwig des Reichen von Niederbayern über. Anfang des 17. Jahrhunderts kam es in der Stadt in zwei Wellen (1609/10 und 1628/29 zu heftigen Hexenverfolgungen.

1669 bis 1672 wurde das Kapuzinerkloster umgebaut. 1808 kam es zum Verlust der städtischen Selbstverwaltung, die erst 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern wieder errichtet wurde.

 

 

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