Naturdenkmale Donau-Ries

Wechingen


 

Der Ortsname geht vermutlich auf einen alemannischen Edlen Waho zurück. Die erste gesicherte Erwähnung eines "Wahingin ... in pago Recie" stammt aus einem Güterverzeichnis des Klosters Fulda, das nur ungenau auf die Zeit zwischen 750 bis 802 datiert werden kann.

Folgende Gründungsgeschichte ist nach heutigem Stand vorstellbar: Die Alemannen legten das Dorf um das Jahr 500 ursprünglich mit den Ortsteilen Wörthgwand und Oberdorf (nördlicher Teil von Wechingen) an. Im 7. oder 8. Jahrhundert wird der Ortsteil Wörthgwand aufgegeben und im Bereich des Unterdorfs (südlicher Teil von Wechingen) neu angelegt. Vom 9. bis 11. Jahrhundert an sind die Siedlung "Graughau", die beiden Mühlen (Pflader- und Wolfsmühle) an der Rohrach und die vermutlichen Einzelhöfe Lumpenhof und Lattenhof entstanden. Durch die Bevogtung des gräflichen (später fürstlichen) Hauses Oettingen geriet das Dorf mehr und mehr unter die Landesherrschaft von Oettingen. Dabei gingen die Wechinger 1539 unter Graf Ludwig XV. zur lutherischen Konfession über. Um 1621/22 wechselte das Recht der Besteuerung Wechingens vom Amt Harburg zum Amt Oettingen. Nachdem die oettingen-oettingische Linie mit Fürst Albrecht Ernst II. 1731 ausstarb, fiel Wechingen der katholischen Herrschaft Oettingen-Spielberg zu. Die alte Konfessionseinteilung wurde jedoch beibehalten. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.

 

 

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