Naturdenkmale Donau-Ries

Baumgruppe, OT Fessenheim (ND-06648)


 

Fessenheim war vermutlich ursprünglich eine Alemannensiedlung (nach 260 n. Chr.). Der Name geht wahrscheinlich auf einen fränkischen Edelmann namens Vezo zurück, der im nahe gelegenen Königshof Deiningen zum Herrn der noch bestehenden alemannischen Siedlung bestellt worden war. Im Zuge der Missionierung durch die Franken und der Festigung des Glaubens durch iro-schottische Mönche breitete sich im Ries der christliche Glaube im Laufe des siebten Jahrhunderts aus. Im Jahre 760 gingen einige Güter in den Besitz des Klosters Fulda über. Im 12. Jahrhundert hatte das Augsburger Kloster St. Ulrich und Afra ein Feldgut, während andere Ländereien die Grafen von Oettingen innehatten. Einige Anwesen gehörten zum Kloster Kaisheim.

Der zur lutherischen Lehre übergetretene Graf Ludwig XV. von Oettingen führte 1539 die Reformation in seinem Herrschaftsgebiet ein. Kaiser Karl V. vertrieb im Schmalkaldischen Krieg 1546 die Lutheraner und ließ Graf Ludwig XV. ins Gefängnis bringen. Nach der Rückkehr des Grafen blieb Fessenheim lutherisch.

1765 gehörte Fessenheim zum Teil zum oettingischen Oberamt Alerheim, andere Teile waren noch kaisheimisch, brandenburgisch-ansbachisch oder nördlingisch. Durch die französischen Eroberungen kamen deren Truppen in den Jahren 1796 bis 1806 ins Ries. Die fürstlich wallensteinische Herrschaft fiel gemäß den Plänen Napoleon I. dem Königreich Bayern zu. 1978 wurden im Zuge der Gebietsreform die bis dahin eigenständige Gemeinde Fessenheim nach Wechingen eingemeindet.

 

Lage:Von der Staatsstraße 2221 von Harburg nach Oettingen in Bayern, biegt man am Ortsbeginn Fessenheim nach lks. auf einen befestigten Wirtschaftsweg ab. Nach wenigen Metern erreicht man dann dieses ND.

 

GPS-Ortung:

N: 48°.51.879´; E: 10°37.008; Höhe: 417m ü. NN

Aufgenommen:

November 2004

Eigentümer:

 

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06648)

 

An idyllischen Stelle in den Feldern östlich von Fessenheim steht ein Feldkreuz sowie ein Gedenkstein zur Flurbereinigung von 1965 bis 1970.

 

     

Bildansicht: Blick nach W

 

Die Baumgruppe bestand ursprünglich aus 2 Eichen und einem Kastanienbaum. Heute, im umgestalteten Zustand des Platzes, sind nur noch 2 Eichen vorhanden. Ein Kreuz, neben den Eichen aufgerichtet, trägt ein Hinweisschild "Das Kreuz wurde gestiftet von der Evangelischen Kirchengemeinde Fessenheim zur Abhaltung von Feldgottesdiensten". Auf dem Areal sind auch ein Gedenkstein und 2 Ruhebänke in die Neugestaltung mit einbezogen worden.

 

Die Eichen weisen folgende Stammumfänge auf: Stamm lks.:5,10 m; Stamm re.: 3,97 m