Naturdenkmale Donau-Ries

8 Eichen, OT Fessenheim (ND-06647)


 

Fessenheim war vermutlich ursprünglich eine Alemannensiedlung (nach 260 n. Chr.). Der Name geht wahrscheinlich auf einen fränkischen Edelmann namens Vezo zurück, der im nahe gelegenen Königshof Deiningen zum Herrn der noch bestehenden alemannischen Siedlung bestellt worden war. Im Zuge der Missionierung durch die Franken und der Festigung des Glaubens durch iro-schottische Mönche breitete sich im Ries der christliche Glaube im Laufe des siebten Jahrhunderts aus. Im Jahre 760 gingen einige Güter in den Besitz des Klosters Fulda über. Im 12. Jahrhundert hatte das Augsburger Kloster St. Ulrich und Afra ein Feldgut, während andere Ländereien die Grafen von Oettingen innehatten. Einige Anwesen gehörten zum Kloster Kaisheim.

Der zur lutherischen Lehre übergetretene Graf Ludwig XV. von Oettingen führte 1539 die Reformation in seinem Herrschaftsgebiet ein. Kaiser Karl V. vertrieb im Schmalkaldischen Krieg 1546 die Lutheraner und ließ Graf Ludwig XV ins Gefängnis bringen. Nach der Rückkehr des Grafen blieb Fessenheim lutherisch.

1765 gehörte Fessenheim zum Teil zum oettingischen Oberamt Alerheim, andere Teile waren noch kaisheimisch, brandenburgisch-ansbachisch oder nördlingisch. Durch die französischen Eroberungen kamen deren Truppen in den Jahren 1796 bis 1806 ins Ries. Die fürstlich wallensteinische Herrschaft fiel gemäß den Plänen Napoleon I dem Königreich Bayern zu. 1978 wurden im Zuge der Gebietsreform die bis dahin eigenständige Gemeinde Fessenheim nach Wechingen eingemeindet.

 

Lage:Von der Staatsstraße 2221 von Harburg nach Oettingen in Bayern, biegt man bei Fessenheim nach re. ab auf die St 2213 und erreicht nach ca. 1 km die Kreisstraße Don 10 auf der man dann weiterfährt in Richtung Speckbrodi. Nach der Überquerung eines aufgelassenen Bahnkörpers biegt man nach re. ab und erreicht nach ca. 100 m diese ND.

GPS-Ortung:

N: 48°.52.369´; E: 10°38.477; Höhe: 428m ü. NN

Aufgenommen:

Mai 2003

Eigentümer:

 

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06647)

 

  

Bildansicht: Blick nach S

 

Die 8 Eichen stehen in einem kleinen Feldgehölz mit starkem Unterholzbewuchs das allem Anschein nach auch als "Lagerplatz" benutzt wird. Zwei der Bäume weisen Spuren von Blitzeinschlägen auf die im Laufe des Jahres 2004 erfolgt sein müssen.

Die Stammumfänge der Bäume (3,66 m, 3,58 m, 2,66 m, 2,46 m, 2,06 m, 1,87 m, 1,84 m, 1,70 m) sind bei gleich guten Wuchsbedingungen sehr unterschiedlich und weisen demnach auf große Altersunterschiede hin.

 

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.

Hölderlin oder Zeitgenossen