Naturdenkmale Donau-Ries

Markt Wallerstein


 

Die mittelalterliche Siedlung entstand an einem Fernweg von Italien nach Frankfurt für Kaufleute, Pilger und Soldaten. Ursprünglich Steinheim genannt, wird sie urkundlich erstmals 1238 erwähnt. Die Burg auf dem Felsen war Mittelpunkt der staufischen Regentschaft im Ries und befand sich im Besitz des Kaisers Friedrich I. Barbarossa.

Nach dem Niedergang dieses Geschlechts ging der Besitz um 1250 an das Haus Oettingen über, das im 13. und 14. Jahrhundert seine größte Macht entfaltete. Sie gingen im 15. Jahrhundert daran, den Ort unter dem Felsen zu einer Residenz auszubauen und den Ort nach der Burg „Wallerstein“ zu nennen.

Als bedeutsam für den wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde erwies sich die Verleihung des Marktrechts durch Kaiser Maximilian I. im Jahre 1500. 1648 wurde die Burg durch die Schweden zerstört und die Herrscherfamilie errichtete unterhalb des Wohntrakts eine neue Residenz, die seine heutige klassizistische Gestalt 1804 erhielt. Die Grafen von Oettingen-Wallerstein, die 1774 in den Reichsfürstenstand aufstiegen, haben Wallerstein zur Blüte gebracht.

Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

 

 

Wallersteiner Felsen Baumgruppe - Birkhauser Straße Eiche - Birkhausen Linden mit Kreuz - Birkhausen Eichen mit Hecken . Munzingen