Naturdenkmale Donau-Ries

Linden an der Pfarrkirche, ST Gempfing (ND-07090)


 

Früheste Ausgrabungen in der Gegend weisen auf eine Besiedelung bereits in der Jungsteinzeit hin. Die Gründung Gempfings als echter -ing-Ort wird in der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts durch die Bajuwaren vermutet. Gempfing gehörte zur Gründungsausstattung des Benediktinnerinnenklosters St. Walburg in Eichstätt, das der Edelfreie Leodegar (auch Luitger) aus dem Grafengeschlecht von Lechsgmünd und Graisbach mit Urkunde von 1035 stiftete. Leodegar starb 1074 auf dem Weg nach St. Mang in Füssen in Gempfing. 1808 wurde Gempfing ein Steuerdistrikt im Landgericht Rain. 1818 wurde daraus die Gemeinde Gempfing, wobei Staudheim eingegliedert wurde. 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Stadt Rain eingegliedert.

 

Lage: Am Rande des Parkplatzes der Pfarrkirche in Gempfing.

 

GPS-Ortung:

N: 48°.40.645´; E: 10°59.290; Höhe: 425m ü. NN

Aufgenommen:

Oktober 2003

Eigentümer:

 

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-07090)

 

Bildansicht: Blick nach N

 

Eine Winterlinde (nahe der Friedhofsmauer) mit einem Stammumfang von 4,35 m trägt das Hinweisschild mit Angabe der Pflanzzeit 1870. Die 2. Winterlinde (hier im Vordergrund) steht in einem Abstand von etwa 15 m von der 1. Linde entfernt, sie hat einen Stammumfang von 6,00 m. Ein Schild am Stamm weist auf die Pflanzzeit 1648 hin, also unmittelbar nach dem 30-jährigen Krieg.