Naturdenkmale Donau-Ries

Otting


 

Im 3. bis 6. Jahrhundert, zur Zeit der Völkerwanderung, kamen die schwäbischen (alemannischen) Bauern aus dem Norden ins Land (schwäbische Landnahme). Aus dieser Zeit stammen die Anfänge der ältesten Dörfer der Umgegend. Sie sind gekennzeichnet durch ihre Ortsnamen auf „-ingen“, z. B. Mertingen, Genderkingen. Auch Otting gehört dazu. Es gibt jedoch keine Urkunde über die Entstehung des Dorfes Aufschluss. Der Ortsname „Ottingen“ kommt urkundlich um 1060 vor (etwa ab 1340 lautet die Schreibweise „Otting“). Man kann aber aus der ältesten urkundlich überlieferten Form des Ortsnamens, nämlich „Ottingen“ schließen, dass es sich um eine schwäbische Siedlungsgründung aus der Zeit der Landnahme, etwa um die Mitte des ersten Jahrtausends, handelt. Der Ortsname lässt sich wohl von dem Eigennamen „Otto“ ableiten.

Die Entstehung Ottings ist am wahrscheinlichsten dem Umstand zu verdanken, dass sich hier an der Stelle des Meierhofes nahe beim Möhrenbach wegen der günstigen Wasserversorgung ein schwäbischer Anführer namens Otto ansiedelte. Um diesen Hof herum entstanden die Häuser seiner Leute. Es handelte sich also um die Siedlung eines Otto und seiner Gefolgsleute.

Eine mittelalterliche Burg zu Otting ist vermutlich in der Stauferzeit, im 11. bis 12. Jahrhundert, entstanden. Seit 1245 ist ein ansässiger Ortsadel nachweisbar. Die Ritter von Otting waren Ministerialen der Grafen von Graisbach. Auch bekleidete das Geschlecht derer von Otting die Erbkämmerer-Würde des Bistums Eichstätt.

 

 

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