Naturdenkmale Donau-Ries

Vulkanische Ausbruchstelle "Schloßbergle", ST Itzing (ND-06625)


 

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der ersten Hälfte des 12.Jahrhunderts: "Ozzingun", d.h. zu den Leuten eines Ouzo, Uzo. Zwischen 1057 und 1075 weihte hier Bischof Gundekar II von Eichstätt eine Kirche zu Ehren von St. Michael. Ein Ortsadel, der zur Verwandschaft des Monheimer Adels gehörte, wird für 1312 durch die Klosterfrau "Berht von Vtzingen" und für 1351 durch einen "Kuno von Itzingen" bezeugt. Vermutlich derselbe oder sein Nachkomme Ritter Kuno von Killingen nahm 1395 das Ordensgewand zu Kaisheim und vermachte diesem Kloster alle seine Besitzungen zu Itzing. "am ersten daß burgstall mit seinem graben, weyer, vischgrub und ander zugehorung". Neben Kaisheim war Kloster Monheim maßgebender Grundherr des Ortes. Itzing gehörte mit, Ausnahme der kaisheimischen Güter, zur Vogtei Monheim der Grafschaft Graisbach. Rechtsnachfolger des Klosters Monheim wurde 1531 Pfalz - Neuburg. 1542 wurde unter Pfalzgraf Ottheinrich die Reformation durchgeführt und Itzing blieb bis 1617, also 75 Jahre lutherisch. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Itzing zum größten Teil verwüstet und zerstört.

Itzing zählt zu den Grenzorten des alemannischen Dialektraums zum Bairischen hin. Der Hauptort Monheim selbst zählt bereits zum bairischen Dialektgebiet. Itzing wurde 1978 in die Stadt Monheim eingemeindet

 

Lage: An der B2 von Donauwörth nach Monheim unmittelbar nach der Durchfahrt der Ortschaft Itzing erhebt sich, in Fahrtrichtung rechts gesehen, ein Bergrücken mit teilweise dichtem Nadelholzbestand. Die zur B2 hin gelegene Westseite des Bergrückens weist dagegen lockeren Laubholzbestand auf.

 

GPS-Ortung:

N: 48°49.448´; E: 010°49.930´; Höhe: 484m ü. NN

Aufgenommen:

Oktober 2004

Eigentümer:

Stadt Monheim

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Felsen (ND-06625)

 

Bildansicht: Blick nach SO

 

Beim Einschlag des Meteoriten im Ries wurde eine große Scholle aus dem Grundgebirge herausgeschleudert und hier abgelagert. Es handelt sich um Urgestein (Granit), aus dem Grundgebirge, das sich unter der Schwäbisch-Fränkischen Alb befindet.