Naturdenkmale Donau-Ries

Felspartie mit "Hüllenloch" (ND-06586)


 

Lage: Man erreicht dieses Naturdenkmal über die Abfahrt von der B 25 Harburg Süd, dann weiter nach rechts über die Wörrnitzbrücke auf der Staatsstraße 2384 in Richtung Ronheim. Nach dem Bahnübergang der Bahnlinie Donauwörth - Nördlingen führt die Straße an der Wörnitz entlang, die Felspartie "Hüllenloch" erhebt sich rechts neben der Straße gen Himmel.

 

GPS-Ortung:

N: 00°00.000´; E: 00°00.000´; Höhe: 441 m ü. NN

Aufgenommen:

März 2005

Eigentümer:

Stadt Harburg

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Felsen (ND-06586)

 

Diese Jura Felswand am ehem. Wörnitz-Prallhang in dickbankigen Malm-Delta-Kalken, (Kimmeridge 2) besteht aus Treuchtlinger Marmor der nach oben in Riffkalk mit kleinen Kuppen übergeht.An den Felswänden sind zahlreiche Schwammreste ausgewittert. Durch den ehemaligen Steinbruchbetrieb wurden mehrere Karsthöhlen angeschnitten. Die Höhle selbst ist eine steilwandige Karsthöhle, deren Decke eingebrochen ist. Die Maße dieses Hüllenloches (Herkunft: Hölle), von dem auch mehrere kleine Höhlen ausgehen: Höhe etwa 6 m, Länge 15 m, Breite etwa 4 m.

 

Der Aufschluss liegt unmittelbar am südöstlichen Kraterrand. Es handelt sich um ein ca. 400 m langes Aufschlussprofil aus autochthonen? Kalken des Malm delta, die entlang einer ca. 20 m hohen Steilwand vorwiegend als Massenkalke und dick gebankte Kalke ausgebildet sind. Beim Hüllenloch handelt es sich um eine Karsthöhle innerhalb des Aufschlussprofils, die begehbar ist und als Aussichtspunkt genutzt werden kann. Am Hüllenloch stehen annähernd söhlig gelagerte Malmkalke an, die teils brecciiert sind. Unmittelbar südöstlich des Hüllenlochs ist eine annähernd senkrecht verlaufende Störung erkennbar, entlang derer die Kalke brecciiert sind. Das Hüllenloch ist über eine betonierte Treppe erreichbar, am Fuß dieser Treppe wird auf einer Tafel die Sage vom Hüllenloch beschrieben

 

Bildansicht: Blick nach O

 

Von dieser Höhle erzählt man sich folgende Sage:

Zu Zeiten des Krieges vor vielen, vielen Jahren, in denen Not und Elend herrschte, soll ein Hirte seine Schafherde in dieser Höhle verborgen haben. Eines Tages erschien der „Herr der Hölle“ und bot ihm für die Herde eine Kiste voller Gold. Der Wert des Goldes soll den Wert der Herde weit überstiegen haben. Noch heute soll der Schafhirte mit seinem großen schwarzen Hund als Gespenst diesen wertvollen Schatz behüten.

 

     

 

Literaturhinweis:

Landesamt für Umwelt (LfU) Bayern; Kartierung Pösges / Barfeld 2007