Naturdenkmale Donau-Ries

Karstquelle, ST Brünsee (ND-06592)


Brünsee, der - Ort an dem durch Brunnen (Quellen) gebildeten See - ,und über ihm der dazugehörige Weiler Marbach. In einer Anzahl von Urkunden zwischen 1228 und 1327 finden sich adelige Herren von Brünsee, welche im Dienste der Grafen von Oettingen standen, später aber nirgends mehr erwähnt werden, also ausgestorben oder ausgewandert sind. Einen großen Teil der Güter und die Landeshoheit besaß die Grafschaft Oettingen; die übrigen Anwesen gehörten dem Kloster Kaisheim , zwei den Deutschen Herren zur Donauwörth.

 

GPS-Ortung:

N: 48°46.277´; E: 010°42.991´; Höhe: 406 m ü. NN

Aufgenommen:

August 2002

Eigentümer:

Stadt Harburg

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Gewässer (ND-06592)

 

Lage: In der Ortsmitte von Harburg-Brünsee tritt unter kleinen Felsvorsprüngen eine Quelle zutage, die sich zu einem seichten Dorfweiher erweitert. Es handelt sich um eine sogenannte Tümpelquelle, die glasklares Wasser fördert und infolge des Kalkgehalts Fadenalgen wachsen lässt. Das Sammelbecken ist mit Natursteinen gefasst.

 

Der Ablauf erfolgt in das Wörnitz Altwasser. In dem schön ausgebauten Quellteich münden mehrere gut schüttende Quellen (Verengungsquellen des Malm- Kalk).

 

     

Bildansicht: Blick nach SO                                          Bildansicht: Blick nach W

 

Bedeutung: Bis zum Anschluss des Ortes an die Rieser Wasserversorgung 1974 diente diese Tümpelquelle zur Wasserversorgung von Brünsee. Die Quelle ist noch nie versiegt. Der abfließende Wasserbach diente früher zum Betrieb einer Papiermühle. Die Quelle wird vermutlich von einem unterirdischen Wasserlauf gespeist, der seinen Ursprung wahrscheinlich im 4 km entfernten Ronheim hat. Begründet wird diese Vermutung durch die Beobachtung einer Bürgerin von Brünsee, die angibt, dass jedes Mal, wenn dort in Ronheim Dinkel angebaut wurde, Spelzen und Teile dieses Getreides mit dem Quellwasser hervortraten.

 

Literaturhinweis:

Landesamt für Umwelt (LfU) Bayern; Kartierung Pösges / Barfeld 2007