Naturdenkmale Donau-Ries

Linden und Kastanien mit Kreuz, OT Herblingen (ND-06575)


 

Urkundlich erscheint "Herlaibingen" zum erstenmal 1157, als Papst Hadrian IV. hier Güter bestätigte, die zur Gründungsausstattung des Klosters Auhausen gehörten. Die Geschichte im Mittelalter ist eng mit den Herren von Hochaltingen verbunden, die auch die Ortsherrschaft ausübten. Herblingen dürfte ursprünglich auch eine eigene Pfarrei gewesen sein - bis die Hürnheimer 1523das Spital stifteten und Herblingen zu einer Filiale "degradierten".

 

Lage: Fährt man auf der DON 12 von Maihingen über Utzwingen nach Fremdingen, so findet man an der Abzweigung nach Herblingen diese Baumgruppe mit Linden- und Kastanienbäumen, mitten ein schönes Steinkreuz.

 

GPS-Ortung:

N: 48°57.487´; E: 010°29.564´; Höhe: 482 m ü. NN

Aufgenommen:

September 2003

Eigentümer:

 

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Baumgruppe (ND-06575)

 

    

Bildansicht: Blick nach W

 

An dieser Stelle standen schon immer markante Bäume, vielleicht schon seit der Pestzeit im Mittelalter. Während der Flurbereinigung wurden die drei schadhaft gewordenen Holzkreuze an dieser Stelle durch Kalksteinkreuze, die den alten Sühnekreuzen im Ries gleichen, ersetzt.

 

Im Schatten sommerbunter Kronen von zwei Linden und einer Kastanie beten die "Drei Kreuz". Sie sind zu einem der Wahrzeichen Herblingens geworden. Die Vorfahren der Herblinger haben einst drei Holzkreuze dort am westlichen Eingang zum Dorf bei der "Heerstraße" errichtet. Wollten sie mit ihnen die tödliche Seuche der Pest abwehren, oder die Pestkranken davon abhalten, das Dorf zu betreten? Man weiß es nicht. Im Zuge der Flurbereinigung sind die Holzkreuze durch einen Gedenkstein aus Jura ersetzt worden, den der Bildhauer Gottfried Stampfer aus Berg bei Donauwörth gestaltete.

 

Literaturhinweis: www.fremdingen.de