Naturdenkmale Donau-Ries

Föhrengruppe, OT Gosheim (ND-06597)


 

Lage: Fährt man auf der Staatsstraße 2384 von Harburg (Schwaben) nach Wemding, findet man kurz nach verlassen der Ortschaft Gosheim und bevor man in die Senke des Schwalbtales hinabfährt zur Rechten dieses Naturdenkmal.

 

GPS-Ortung:

N: 48°50.582´; E: 010°43.446´; Höhe: 450 m ü. NN

Aufgenommen:

Mai 2003/2007

Eigentümer:

 

Schutzstatus:

Naturdenkmal - Baum (ND-06597)

 

  

Bildansicht: Blick nach O, Aufnahme:Mai 2003    Bildansicht: Blick nach NO, Aufnahme:Mai 2007

 

Stammummfang 2,46 m. Bei einer Annahme von 3 mm für jeden Jahresring kann ein Alter von etwa 130 Jahre abgeleitet werden.

Bei der „Gruppe malerischer Föhren (Pinus sylvestris L.) handelt es sich um drei Föhren, die so eng stehen, dass man einen dreistämmigen Baum vermutet. Einer dieser Stämme zweigt sich in zwei Äste auf, beim anderen teilt sich der Stamm in drei starke Äste. Alle zusammen bilden eine halbkugelig ausladende Krone.

Der momentane Zustand ist als dürftig zu bezeichnen, denn nur noch ein zweijähriger Nadelbestand weist auf schlechter gewordene Standortbedingungen hin. Mehrere armstarke Äste sind nadelfrei und abgestorben. Der Schutz ist außerdem durch Fahrsilos und einen geteerten Feldweg in unmittelbarer Nähe nicht gewährleistet. Um den Fuß der Föhren hat sich ein großes Ameisenvolk (Formica rufa) angesiedelt. Die „Gruppe malerischer Föhren“ steht in einer Region, die gekennzeichnet ist durch sandigen Boden. Sie gehört zu einer Gruppe hochstämmiger Föhrenbestände, die sich nördlich und südlich der Mittel- und Schwalbmühle ausgebreitet haben.

Beim Boden handelt es sich um Flugsandfelder, die sich nach der Kaltzeit der letzten Eiszeit in den Zeiten der Vegetationslosigkeit bildeten. Der Sand ist während der Warmzeiten durch die Wörnitz aus dem Keupersandgebiet nördlich des Rieses herangeführt und durch anhaltende Westwinde in diesem Bereich des östlichen Riesrandes aufgehäuft worden.