Naturdenkmale Donau-Ries

Huisheim


 

Huisheim war vor 1.800 Pflegamt und gehörte zum Reichsstift Kaisheim. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Jahre 1197 ist in einem Dokument des ehemaligen Urkundenbestandes des Reichsstiftes Kaisheim ein Streitfall zwischen dem Zisterzienserkloster und dem Ritter Wortwinus dokumentiert, und ein Schiedsspruch schriftlich gefassen. Unterschrieben wurde diese Urkunde auch von einem „Marcuardus de Huiesheim“, den man als Zeugen in die Verhandlung einbezogen hatte.

Im 5./6. Jahrhundert n. Chr. kam es im Rahmen der alamannischen Landnahme zweifelsohne zu den ersten Ortsgründungen. Dort, wo heute in Huisheim die „Alamannenstraße“ ihren Weg nimmt, befand sich ein alamannischer Reihengräberfriedhof. Die Alamannen waren gewissermaßen die „frühesten Huisheimer“.

Gosheim kann ebenso auf die gleiche Gründungszeit verweisen. Auch dort gibt es Belege, die das bestätigen.

Gosheim wird in einer Urkunde von 793 nicht nur als Ansiedlung selbst erstmals erwähnt, festgeschrieben steht auch, dass der seinerzeitige Zentgraf (=königlicher Verwalter) Helmoin das Land um Gosheim und den Ort, der damals das politische Zentrum des Sualafeldgaues war und „Kaozesheim“ genannt wurde, an Bischof Atto von Freising übergab. Da Helmoin (auch Helmuni genannt) Gosheim nicht als vererbbares Eigentum, sondern lediglich als Lehen besaß, erwarb Atto ebenfalls nur die Lehenshoheit über die Königsmark, so dass die königliche fränkische Oberhoheit erhalten blieb. Der „Veranlasser“ der Schenkung war zweifelsohne der Frankenkönig Karl, der später zum Kaiser gekrönt wurde und den Beinamen „der Große“ zugesprochen erhielt.

 

 

Schwalbtal bei der Matthesmühle Föhrengruppe